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Die Kanzlei

Die Advocatur Seeger, Frick & Partner AG ist die älteste Kanzlei in Liechtenstein. Ihre Ursprünge gehen zurück in die Mitte des 19. Jahrhunderts, als Christoph Wanger mit einem Unternehmen der Rechtsberatung und Finanzgeschäfte begann. Dieses wurde 1912 von Louis Seeger übernommen. Mittlerweile ist Seeger, Frick & Partner gewachsen, sodass die Partner alle Rechtsbereiche abdecken, von Beratungen über Gutachten bis zur Prozessvertretung.
1850: Die Kanzlei Seeger Frick & Partner wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Christoph Wanger gegründet. Dieser wurde 1848 als Abgeordneter in das erste gesamtdeutsche Parlament in der Frankfurter Paulskirche gewählt, wo die Abgeordneten der Einzelstaaten des Deutschen Bundes zusammentraten, um eine neue Verfassung auszuarbeiten und verschiedene grosse politische Fragen zu debattieren. Als er um 1850 in das Land zurückkehrte wurde er auch hier Landtagsabgeordneter und war beruflich als Rechtsagent tätig. Er gründete ein Büro für «weitgehendste Dienstleistungen im Finanzbereich» und übernahm neben Rechtsberatungen und ‑vertretungen auch Maklerdienste, Geldausleihungen und versicherungsähnliche Dienstleistungen, wofür er von der Fürstlichen Regierung in Vaduz eine Konzession erhielt.
 
1894 ging das Unternehmen auf Jakob Wanger über und nach dessen Tod 1912 auf Louis Seeger. Dessen Sohn Erich Seeger trat 1943 in die Kanzlei ein und wurde Rechtsanwalt. 1990 und 1992 folgten dessen Sohn und Tochter Wolfgang und Marion Seeger, welche die Kanzlei unter dem Namen Seeger &. Seeger weiterführten.
 
Ab 2001 traten über die Jahre die übrigen Partner ein und verstärkten kontinuierlich die Präsenz und Kompetenz dieses in langer Tradition verwurzelten Anwaltsbüros bis zur heutigen Stärke. Mit dem Eintritt von Dr. Mario Frick im Jahr 2002 wurde der Kanzleiname in Seeger Frick & Partner geändert, 2007 wurde die Kanzlei eine Rechtsanwalts-Aktiengesellschaft.
Liechtenstein als Wirtschafts- und Finanzstandort
 
Das Fürstentum Liechtenstein ist eine konstitutionelle Erbmonarchie auf parlamentarischer und demokratischer Grundlage. Dies bringt die stabilitätsfördernden Elemente der Monarchie und der direkten Demokratie zusammen. Das politische Klima in Liechtenstein ist von Wertekonservativität und Wirtschaftsliberalismus geprägt.
 
Das Land entstand als 1699 Fürst Hans Adam von Liechtenstein die Herrschaft Schellenberg und im Jahr 1712 die Grafschaft Vaduz erwarb und Kaiser Karl VI die beiden Grafschaften 1719 zum Reichsfürstentum Liechtenstein vereinte. 1806 wurde es faktisch unabhängig und ist seither von allen Kriegen weitgehend verschont geblieben.
 
Heute gehört Liechtenstein mit seinen rund 36'500 Einwohnern zu den kleinsten, ist aber gleichzeitig eines der am stärksten industrialisierten Länder der Welt. Unternehmungen wie die Hilti AG, die Hilcona AG, die ThyssenKrupp Presta AG und die Ivoclar Vivadent AG gehören in ihren Marktsegmenten zu den Top-Adressen. Das sehr attraktive Gesellschaftsrecht und die stabilen Rahmenbedingungen werden von Kunden aus der ganzen Welt genutzt. Bekannt wurden der Treuhandplatz und die liechtensteinische Stiftung, welche vor allem im Bereich der Vermögensstrukturierung, Nachfolge- und Erbschaftsplanung eingesetzt werden. Genutzt werden auch andere Gesellschaftsformen wie die Anstalt, die Aktiengesellschaft oder der Trust nach angelsächsischem Muster.
 
Durch die Zollunion mit der Schweiz und die gleichzeitige Mitgliedschaft im Europäischen Wirtschaftsraum bekennt sich Liechtenstein zu europäischen Standards und hat den vollen Zugang zu beiden Märkten. Wie es ein britischer Politiker einmal formuliert hat: Liechtenstein hat durch diese Doppel-Mitgliedschaft in zwei „Wirtschaftsräumen“ das „Beste beider Welten“. So kann Liechtenstein vom stabilen Schweizer Franken profitieren und es haben Liechtensteiner - anders als Schweizer – Unternehmen auch die umfassende und direkte Möglichkeit, Dienstleistungen in die EU zu erbringen.
 
In Liechtenstein herrscht seit Jahrzehnten Vollbeschäftigung, sodass es trotz – oder vielleicht: wegen – dem  sehr liberalem Arbeitsrecht keine sozialen Spannungen gibt.
 
Das liechtensteinische Steuergesetz ist sehr flexibel und die Steuersätze wie auch die Administration sind sehr vernünftig. Das liechtensteinische Steuergesetz entspricht sowohl den OECD-Kriterien wie auch den europäischen Anforderungen im Bereich staatlicher Beihilfen. Das Land hat keine Staatsschulden und hohe Reserven, was die Finanzkrise mit einem durchgehenden AAA-Rating an ihm vorbeiziehen liess.
 
Die kurzen Wege sowie die Kundenorientierung der Verwaltung erlauben es somit, in Liechtenstein und von Liechtenstein aus weltweit tätig zu sein und dabei flexibler und rascher agieren zu können als an anderen Orten.